Das erste Bioware-Rollenspiel im Star Wars-Setting
Star Wars hin, Jedis her - Bioware liefert mit Knights of the Old Republic schlichtweg das beste und umfangreichste PC-Rollenspiel seit ihrem Knaller Baldur's Gate 2 ab.
Gedächtnisverlust nervt nicht nur nach rauschenden Betriebsfeiern: Als Held im Rollenspiel Knights of the Old Republic (»Ritter der Alten Republik«) erwachen Sie auf dem Kreuzer »Endar Spire«. Ohne Erinnerungen, dafür mitten in einer Raumschlacht gegen die Sith-Armada. Zum Glück hilft Ihnen Zimmergenosse Trask, trotz Hirnleere und feindlicher Kapertrupps eine Rettungskapsel zu erreichen.
Sofort mittendrin
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Die hektische Flucht von der »Endar Spire« führt Sie wie nebenbei in die Bedienung ein und ist zugleich der Auftakt zu einem der abwechslungsreichsten Abenteuer der Rollenspiel-Geschichte. Denn Entwickler Bioware (Baldur's Gate 2, Neverwinter Nights) hat das D&D-Regelwerk erfolgreich ins Star Wars-Universum transportiert. Und sich eine fesselnde Geschichte mit massenhaft Nebenquests ausgedacht. Rund 4.000 Jahre vor der Handlung der Kinofilme sind die Jedi-Ritter auf Hunderten von Welten Garanten für Ordnung und Gerechtigkeit. Doch auch das Böse ist mächtig und ständig auf der Suche nach Jüngern. Sie allein entscheiden, ob Sie in dem gut 50 Stunden umfassenden Epos als Jedi-Wohltäter oder gemeiner Sith-Lord Karriere machen - oder irgendwo dazwischen.
Der Falke hebt ab
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Nach der Notlandung auf dem Planeten Taris hilft Ihnen das erste Party-Mitglied, der republikanische Pilot Carth Onasi. Er weiß ein paar Details über Ihre Vergangenheit und unterstützt Sie beim Verlassen von Taris.Die ersten Spielstunden verbringen Sie damit, ein Schiff zu organisieren - die pfeilschnelle »Ebon Hawk«. Der Flitzer dient fortan als mobile Basis, und die Party jettet damit zwischen den sieben Planeten von Knights of the Old Republic umher. Der erste Flug bringt Sie von Taris zur Jedi-Akademie auf Dantooine, wo Ihnen der Ältestenrat einen schwierigen Auftrag erteilt: Sie sollen die Star Forge suchen, eine gewaltige Waffenschmiede, die unter dem Kommando von Darth Malak unendlich viele Sith-Kriegsschiffe ausspuckt. Wenn niemand Malak aufhält, ist die Republik dem Untergang geweiht.Die Kämpferin Juhani (rechts) retten Sie vor der dunklen Seite, damit sie in Ihrer Gruppe mitkämpft. Oder Sie bringen sie um und müssen ohne die Jedi-Dame auskommen.Der uralte Wächter-Droide lähmt unsere Recken per Eisstrahl. Gegen ihn sind Ionenwaffen und entsprechend modifizierte Lichtsäbel effektiv.
Lichtgestalt oder Dunkelmann
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Knights of the Old Republic zwingt Sie ständig zu tief greifenden Entscheidungen. In nahezu allen der vielen Gespräche gibt es mindestens drei mögliche Erwiderungen. Freundliche Helden sammeln Machtpunkte für die helle Seite, müssen aber dafür bei Händlern mehr zahlen. Wenn Sie dagegen gemein sein wollen, können Sie Preise mit dem Blaster aushandeln. Dafür verteilt das Programm dunkle Machtpunkte. Böse Buben drohen etwa beim Droidenkauf, das Geschäft einzuäschern - den Roboter gibt's dann kostenlos. Oder wir feilschen etwas, abhängig von unserem Charisma-Wert.per Eisstrahl. Gegen ihn sind Ionenwaffen und entsprechend modifizierte Lichtsäbel effektiv.Der Clou: Ihr Punktekonto beeinflusst spätere Unterhaltungen, die Auswahl der Nebenquests und in letzter Konsequenz sogar die Handlung. Knights of the Old Republic hat zwei völlig unterschiedliche Endphasen. Die meisten Abenteurer werden es deshalb zweimal durchspielen wollen.
Pflichtpausen
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Entwarnung für Bioware-Veteranen: Trotz 3D-Grafik bleibt das Spiel jederzeit übersichtlich. In Gesprächen und Kämpfen nimmt die Kamera automatisch eine passende Position ein. Gefechte laufen ähnlich ab wie in Baldur's Gate 2: Sobald die Party einen Gegner erspäht, pausiert das Spiel.In Ruhe wählen Sie die nächsten Aktionen aus, bis zu vier lassen sich in eine Warteschlange klicken. Bei schwächeren Widersachern brauchen Sie nicht einzugreifen, die Charaktere agieren recht intelligent selbstständig oder anhand Ihrer Skript-Vorgaben.
Wenn die Party jedoch härteren Nüssen gegenübersteht, ist ständiges Pausieren und Taktieren Pflicht. Nach dem Sieg gibt's Erfahrungspunkte und Beutegut. Zu Beginn des Spiels besteht die optimale Heldenriege aus Fern- und Nahkämpfern. Gegen Ende haben dagegen die Jedis mit Lichtsäbeln und Machtfertigkeiten ihren großen Auftritt.
Kämpfe mit Tiefgang
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Baldur's Gate 2 Kenner werden sich für die Kämpfe etwas umgewöhnen müssen. Formationen fehlen, die Party stellt sich selbstständig auf. Das heißt allerdings nicht, dass es an Tiefgang mangelt. Im Gegensatz zu anderen Rollenspielen ist der optimale Einsatz von Waffen und Fertigkeiten sehr wichtig.Ein typisches Gefecht sieht etwa so aus: Sobald Sie den Gegner erspäht haben, sollten Sie ihn behindern. Das geht mit Lähmungszaubern oder Klebe-Granaten. Zugleich greift ein Fernkämpfer mit Fertigkeiten wie dem Sniper-Shot an. Helden mit hohem Wahrnehmungswert gelingt zudem oft ein Überraschungs-Sprungangriff. Zwar wird die Reichweite von Würfen, Sprüchen und Schüssen nicht eingeblendet, Ihre Leute bringen sich aber automatisch in eine gute Position. Wenn die Wirkung von Zaubern oder Granaten nachlässt, geht's in den Nahkampf. Wieder zählt der geschickte Einsatz von Kampf- und Macht-Fertigkeiten.
All-Talentsucher
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Vor dem Start bestimmen Sie das Geschlecht und manipulieren das Aussehen des Helden. Außerdem legen Sie fest, ob er Kämpfer, Kundschafter oder Dieb ist. Später im Spiel wählen Sie zwischen drei Jedi-Klassen. Viel wichtiger als ein hübsches Gesicht sind die Grundfertigkeiten wie Reparieren oder erhöhte Aufmerksamkeit.Dazu kommen Talente, die zum Beispiel den Umgang mit Waffentypen wie Blastern erleichtern. Fertigkeitspunkte gibt's beim Levelaufstieg. Die verteilen Sie (auch für die Party-Mitglieder) selbst oder lassen eine Automatik ran, die den Charakter allerdings einfallslos ausbaut.
Jedi-Spezialitäten
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Machtbegabte Charaktere investieren ihre Punkte zudem in Jedi-Fertigkeiten. Wieviel »Mana« die bei Gebrauch kosten, hängt von Ihrer Machtausrichtung ab. Ein Dunkler Jedi verbraucht bei einem Lähmzauber schon mal den ganzen Vorrat, sein guter Computerpart nur einen Fingerhut voll. Dafür wird für letzteren der Energieblitz teuer. Neutrale Sprüche wie der Lichtsäbelwurf oder das aus Episode 1 bekannte »Überreden« kosten für alle Jedis gleich viel. Damit hat das Verhalten in Gesprächen indirekt massive Auswirkungen auf Gefechte. Ihre Gesinnung können Sie durch Ihr Verhalten später noch problemlos ändern.
Fazit der Redaktion
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Macht- Meisterwerk
Keine Frage: KOTOR ist der bisher beste Bioware-Titel und übertrifft damit sogar Baldur's Gate 2. Obwohl ich kein Star-Wars-Fan bin, schlägt mich dieses Spiel nun schon zum zweiten Mal (nach der Xbox-Version) in seinen Bann. Das liegt weniger an der (guten!) Story um Darth Malak und die Star Forge als an der unglaublichen Abwechslung. Während des Tests haben die Kollegen und ich Aufgaben auf die unterschiedlichsten Weisen gelöst: Florian hat den Rancor mit einem Giftgranaten-Regen erlegt, von Jörg gab's ein Sprengladungs-Frühstück, und ich habe die Bestie in einen Minenteppich gelockt. Dazu kommt die freie Gesinnungswahl mit ihren spürbaren Auswirkungen.
Echte Kumpels
In keinem anderen Spiel schließt man so schnell Freundschaft mit den Party-Mitgliedern. Raubein Canderous oder der zynische HK-47 sind einfach zu lustig. Da kann ich auch die zickige Jedi-Schnepfe Bastila verschmerzen. Ein Lob noch für die PC-Umsetzung: Bessere Grafik, richtige Maus-Steuerung und zusätzliche Schauplätze - da glotzen reine Konsolenbesitzer greinend in die Fernseh-Röhre.
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Mein Fazit
Ja , was kann man mehr dazu sagen.
Es ist ein Klasse RPG im Star Wars Style.
3D-Grafik , gute Sounds alles ist vorhanden.
Für ein Spiel aus dem Jahr 2003 ein wahrer Erfolg.